Telegrammstil

Liebe Leute, lieber Blog,

nur ein kurzes Update: Geht mir okay, Mann hat seit heute Urlaub. Ab morgen ab in die Heimat-Kleinstadt. Redebedarf in der Arbeit. Vorweihnachtsstress total dort. Erst ab 02. Januar wieder arbeiten. Sehnenscheidenentzündung an der rechten Hand, deshalb Telegrammstil <.<

Wünsche Euch allen ein frohes und geruhsames Weihnachtsfest ❤


Morgens, halb 7 in Deutschland. Weihnachtsterne im Regen.
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Wenn das Herz Kopf steht und der Kopf Herz

Liebster Blog,

die letzten Tage waren halbwegs angenehm, außer Samstag, wo ich mich wieder über Frau Oberwichtig aufregen musste, und mal wieder die übliche „Du-bist-keine-gute-Hausfrau“-Diskussion mit Schatz hatte <.<

Gestern dann wieder Fahrschule, und ich würde sagen, es läuft. Ich kriege immer mehr Routine und weniger Angst. (Auch wenn der Fahrlehrer mir wieder dasselbe gesagt hat wie die letzten Male, ich sei immernoch zu passiv -.-)

Ich frage mich insgeheim immernoch, ob ich nicht geschrieben habe weil ich wieder zum Runterschlucken übergegangen bin…

Heute aber etwas, dass man leider nicht runterschlucken kann: Träume. Träume, Träume, Träume. Erstmal hatte ich vor ein paar Tagen einen, über den ich mich sehr gefreut habe. In meinen Träumen gibt es sehr oft wiederkehrende Elemente. Da ist zum Beispiel meine Traumwohnung. 

Als sie zum ersten Mal vorkam – wohlgemerkt nach der Beziehung – hatte ich sie mir zusammen mit Ex vorgemerkt. Sie liegt in meiner Heimatkleinstadt, oben am Berg. Im Haus wohnen noch 2 weitere Parteien, beides alte Ehepaare. Es gibt ein verworrenes Treppenhaus und der Eingang ist im zweiten Stock. Drumherum ist ein wunderschöner alter Bauerngarten, mit einem kleinen Holztor zum Eingang hin. Den Garten darf ich mitbenutzen und außerdem habe ich eine riesige Terasse. Das Innere verändert sich immer wieder, aber immer gibt es sehr viele Räume, die bereits kuschlig altmodisch eingerichtet sind. Oft habe ich mehrere Bäder und Küchen, die manchmal mit kleinen Treppen verbunden sind. Es gibt viel Holz, und manchmal wirkt es etwas düster. Der Garten ist gefangen in ewigem Herbst, feucht und mit alten Apfelbäumen, an denen nur noch wenige braune Blätter hängen. In diese Wohnung komme ich immer wieder zurück, oft, um enttäuscht festzustellen dass sie schon belegt ist oder dass sich das Einzugsdatum auf unbestimmte Zeit verzögert.

Im letzten Traum aber durfte zum ersten Mal der Verlobte mit einziehen. Dazu sei angemerkt, dass man in der Psychoanalyse immer davon ausgeht, dass Häuser oder Wohnungen im Traum das Selbst repräsentieren. Deshalb habe ich mich gefreut, dass mein Unterbewusstsein ihm endlich erlaubt hat, einzuziehen. Bisher ist er ja eher selten in meinen Träumen aufgetaucht, und wenn, dann nur in einer Nebenrolle. Und ich finde, dass diese Wohnung auch sehr gut mein Inneres repräsentiert. Alt und verworren, sich ständig verändernd. Düster, aber mit einem gewissen Charme. Viel ungenutztes Potential. Und doch irgendwie immer losgelöst von mir, und immer mit Schwierigkeiten verbunden.. Auch diesmal stand die Frage im Raum, wie das denn mit seiner Arbeit, die doch hier ist, weitergehen soll. Und er wollte umbauen, was sich dann aber als nicht nötig erwies.

Ich freute mich, dass ich ihn scheinbar endlich so weit in mein Herz integriert habe, dass er darin einen Platz findet. Und dann kam der heutige Traum, der wieder alles kaputt gemacht hat.

Ich war wieder in der alten WG, in der ich ein halbes Jahr mit Ex und noch 3 Anderen zusammengelebt habe. Ich war müde und erschöpft und noch halb betrunken von einer der zahllosen Partys die dort stattfanden. Nachts, vor dem Schlafengehen kam Ex zu mir. Er entschuldigte sich tausendmal, für das, was passiert sei. Auch dafür, dass er bei unserem letzten Gespräch versucht hatte, mich zu einer rein sexuellen Beziehung zu überreden. Ihm sei klar geworden, wie sehr er mich vermisst und dass er doch mit mir zusammensein will. Er versprach, NIE WIEDER eine Andere auch nur anzusehen und bat mich, darüber nachzudenken.

Als ich wieder ewachte, war die WG menschenleer. Plötzlich fand ich Bilder, Hochzeitsbilder von allen „Freunden“, der Clique. Sie alle hatten in der Zwischenzeit geheiratet. Ein Stich traf mich ins Herz, dass sie es früher geschafft hatten als „Wir“ (welches „wir“ damit gemeint war, weiß ich nicht). Ich fing an zu grübeln, und mein Herz tat so weh. Eigentlich liebe ich ihn doch immernoch, den Ex. Und wenn er verspricht, mir nie wieder weh zu tun, vielleicht wäre es ja doch eine Überlegung wert. Gleichzeitig Zweifel daran, dass ich ihm je wieder vertrauen könnte. Und die Zwischenzeit tanzte auch in meinem Kopf. Was war plötzlich mit der Arbeitskollegin, mit der er nur 2 Wochen nachdem bei uns Schluss war, mehr als ein Jahr zusammen war? Und überhaupt, war da nicht auch etwas in meinem Leben, das sich verändert hat?  War ich denn nicht schon mit einem Anderen verlobt? Könnte ich mein Leben einfach so aufgeben für ihn? Das Haus, die Katzen und den Anderen?

Ich wusste nicht weiter, mein Herz tat so weh. Ich beschloss, mit jemandem zu reden. Plötzlich war meine beste Freundin da, und ich erzählte ihr von dem Gespräch mit dem Ex. Sie war genauso skeptisch wie ich, aber ihm Zweifelsfall sollte ich auf mein Herz hören. Und nochmal mit dem Ex sprechen, ihn bitten, mir mehr Zeit für die Entscheidung zu lassen. Ihn schwören lassen, mein Herz nicht noch einmal zu brechen. Es tat so weh. Ich fasste den Entschluss, noch einmal mit ihm zu reden.

Dann wachte ich auf. Und zurück bleibt das schlechte Gewissen. Und der Schmerz. Und die Wut, dass mein Unterbewusstsein mir das immer wieder antut. Im wachen Zustand ist da ein klares NEIN. Selbst wenn die Umstände so wären, wie im Traum. Ich will nicht mehr zurück, ich könnte ihm nichtmal mehr in die Augen sehen. Ich würde den Verlobten niemals wegen ihm im Stich lassen. Und die Gefühle, die Liebe, ist vergangen. Gestorben, unter dem Schmerz, den er mir zugefügt hat. Vergraben, unter der Wut, wie er mir so weh tun konnte. Dennoch tut es weh. Wieso quält mich mein Kopf so? Warum kann ich nicht endlich loslassen? Wie lange soll das noch dauern, bis er endlich verschwindet? Was soll ich denn noch machen? Wieviele Abschiedsrituale braucht es?

Und warum zum Teufel diese komplett unterschiedlichen Signale? Erst lasse ich den Verlobten in meine Wohnung einziehen und dann ist er plötzlich nur noch ein Schatten im Hintergrund, ein unbequemes Anhängsel, dass mich von meinem Glück abhält. Was soll das, du dummer, dummer Kopf Herz Verstand?!

Stressresistenz und Strickexkurs

Liebster Blog,

heute kam ich von der Arbeit nach Hause und mir war schon wieder nach Weinen zumute. Unsere 2 Vollzeitkräfte sind immernoch beide krank, also schmeißen wir Aushilfsjobber den Laden. Und häufen Überstunden ohne Ende an.. Eigentlich finde ich es gar nicht so schlimm, aber alle Anderen machen einen solchen Stress, dass ich mich wohl davon habe anstecken lassen. Komme jetzt morgen auch noch außer der Tour – normalerweise arbeite ich nur 10 Stunden die Woche, Mittwoch und Freitag – und ich weiß nicht, ob mir das nicht jetzt schon zu viel wird. Letzte Woche war ich auch schon Donnerstag noch zusätzlich da. Ich weiß, das macht wahrscheinlich einen guten Eindruck und ich bin ja durchaus bereit, zu helfen. Nur sollte das nicht zur Gewohnheit werden. Ich spüre schon wieder die Grenzen meiner Belastbarkeit kommen und ich fühle mich schlecht dabei. Wieder sind diese Vorwürfe in meinem Kopf, das bisschen sollte ich doch wohl packen. Aber nein, ich kenne mich, das tue ich auf Dauer nicht. Das ist wieder mein altes Muster, erstmal zu allem ja und amen sagen, sich reinstürzen mit voller Kraft, bis es halt dann plötzlich nicht mehr geht. Und wenn es erst so weit ist, geht gar nichts mehr. 

Ich denke, wenn die Krankheitswelle vorbei ist, werde ich darum bitten, die 2 Tage als Überstunden abfeiern zu können. Eigentlich hatte ich mich auf das bisschen mehr Geld gefreut dass ich dafür bekomme. Aber ich muss auf mich achten und aufpassen. Lieber Ruhe gönnen.

Gestern habe ich aus einem spontanen Impuls heraus sogar den Zahnarzt und die anderen Besorgungen, die ich bei der Gelegenheit machen wollte, sausen lassen, weil ich so unglaublich müde und erschöpft war.

Erst hatte ich ein schlechtes Gewissen deswegen. Aber jetzt denke ich, es war gut so. Der Zahn tut jetzt auch gar nicht mehr weh, also wirds schon nichts hochdramatisches sein. <.< Da muss der Leidensdruck schon noch größer werden…

Jedenfalls wurde ich vom Katerchen herzlich begrüßt, nachdem ich mich auf ihn draufgelegt hatte, weil er mal wieder unter der Bettdecke versteckt war.

Harlekin

Feels good to be loved. Und mit so einer schnurrenden, warmen Katze auf dem Schoß geht es einem doch gleich viel besser. ❤

So, Themawechsel: Es hat mich sehr gefreut zu sehen, dass ich inzwischen viele neue Follower habe! Ein herzliches Willkommen Euch und danke für Euer Interesse!

Jetzt möchte ich doch noch einen kleinen Strickexkurs machen, falls jemand auch beim Adventskalender mitmacht. Es gab ja zwei Muster, die ich einfach nicht hingekriegt habe. Alternativ habe ich mir ähnliche aus meinem Strickmusterheft rausgesucht. Erstmal die Originale:

(Wunderschöne Screenshots, ich weiß xD) Beide habe ich mehrmals versucht und bin kläglich gescheitert. Keine Ahnung, woran das lag. Ich schiebe es einfach mal auf die doofe Beschreibung xD Hier meine Alternativen:

Fragt mich jetzt bitte nicht, warum das zweite Ergebnis so aussieht, wie es aussieht 😀 Ich bin froh, dass ich wenigstens etwas zu Stande gebracht habe. Und nach 4mal wieder-auftrennen hat es mir auch einfach gereicht. Außerdem gibt es ja die Anleitung zur entgültigen Decke nicht dazu, also weiß es ja keiner ^^

Vielleicht taugt es ja wenigstens dazu, Euch zu amüsieren. Oder ihr habt ein paar neue Strickmuster auf Lager, wäre doch auch was.

Werde mich morgen durchbeißen, und hoffe, nächste Woche wird arbeitstechnisch alles wieder ein wenig entspannter.

Bis dahin alles Liebe,

shadow

Depression


Rastlos
Treibt es mich durch dunkle Gassen
In kaltem Mauerwerk
Verwaist meine Seele

Diese grauen Bauten
Sind meine Zuflucht
Doch sind sie auch
Das Gift in meinen Adern

Ich schaue hinauf
Zum stählernen Himmelszelt

Und spüre die Sehnsucht

Liebster Blog,

am Dienstag nach der Fahrstunde schlug eine heftige Welle Depressionen über mir zusammen. Woran es genau lag, kann ich nicht sagen. Vielleicht, weil mein Fahrlehrer wieder das Gleiche sagte wie letztes Mal: Ich reagiere nur, ich agiere nicht. Ja, na und?! So bin ich nunmal, das ist meine Persönlichkeit, meine Krankheit. Ich bin froh, dass ich wenigstens reagieren kann. Ist das denn nicht genug?! Gleichzeitig fing sie wieder an zu flüstern, die schwarze Frau: „Du wirst es NIE schaffen. Du kannst GAR NICHTS. Du bist ein verdammter Versager, und das weißt du auch. Was hast du in deinem Leben jemals geschafft? Was hast du erreicht? NICHTS. Und du wirst es auch nie schaffen, irgendwas zu erreichen.“ 

Ich weiß, dass das nicht ich bin. Ich bin nicht meine Krankheit. Aber quälen tun sie trotzdem, diese Gedanken. Und ich kann einfach nicht verhindern, dass sie kommen. Und ich weiß auch, dass das meiste davon nicht stimmt. Ich habe durchaus etwas erreicht. Nur was? Ich kann mich nicht erinnern. Alles versank wieder in einem Schleier von Trauer, von Taubheit und Leere. In meinem Bauch knäulte sich wieder dieser Schmerz zusammen. Und das Schlimmste ist, ich weiß nicht wohin damit. Ich kann nicht weinen. Seit einer ganzen Weile geht es einfach nicht mehr. Ich weiß nicht, warum. Es ging mir die letzten Monate oft so, dass ich den Schmerz so gern kanalisieren wollte, und nicht wusste, wie. Das macht mir Angst. Das letzte Mal, dass ich richtig geweint habe, war glaub ich, als ich meinen Job verlor. Warum geht es jetzt nicht mehr? Es würde so gut tun, es einfach mal rauszulassen. Ich bin mir sicher, dann ging es mir ganz schnell besser. Was ist los mit mir? Warum fange ich wieder an, in mich hinein zu fressen? Ich habe Angst, dass dieser Ballon irgendwann einfach platzt und mich wieder völlig aus der Bahn wirft. Auf den Schmerz folgt dann die Taubheit. Alles ist egal, ich fühle mich wie in einer Seifenblase, schwebe so dahin und schreie, aber keiner kann mich hören, nicht mal ich selbst.

Der Knoten

Ich habe es mit Musik probiert. Die düsterste, und traurigste, die finden konnte. Die mich früher immer zum weinen gebracht hat. Ich habe versucht, mich hineinzusteigern, ganz bewusst, damit endlich die erleichterden Tränen kommen. Aber nein. Nur die Taubheit und innere Leere blieb. So verbrachte ich den Abend damit, schlimme Musik zu hören und am Tablet zu zocken. Betäubung statt Theater.

Wenigstens war Schatz sehr verständnisvoll und einfühlsam diesmal. Ich glaube, er lernt wirklich dazu. Er hat mir keine Vorwürfe gemacht, als er mich da so fand, im Dunkeln sitzend, schweigend, mit versteinertem Gesicht, in meiner Wolke aus Depression, die ihm sicher schon von der Tür entgegenschlagen musste. Im Gegenteil, er hat die Situation einfach so genommen, wie sie war. Er ließ mich weiter meine Musik hören, schenkte mir ein bisschen Liebe und ließ mich in Ruhe. Genau die richtige Dosis, die ich brauchte. Es hätte eh nichts geändert, egal, was er versucht hätte, und er ließ mich einfach sein. Ohne Vorwurf oder blöde Fragen, ohne, dass ich ein schlechtes Gewissen zu haben brauchte. Wow.

Gestern war die Situation dann umgekehrt, und ich muss zu meiner Schande zugeben, dass ich lange nicht so gut damit klar komme wie er. Er kam nach Hause, seine Sorgenfalte im Gesicht, und wollte nicht reden. Er meinte, er hätte in der Arbeit etwas erfahren. Ich wollte wissen, was, aber er wollte offensichtlich nicht darüber sprechen. Saß nur da, mit seiner Falte, und war grummelig. Keinen meiner Vorschläge nahm er an, als ich ihn kuscheln wollte, stieß er mich weg.

Es fällt mir unheimlich schwer, ihn so zu sehen, und komme einfach nicht damit zurecht, dass er seine Gedanken dann nicht mit mir teilen will. Dass er mir nicht erzählen will, was los ist. Ich musste mir wirklich auf die Lippen beißen um ihn nicht die ganze Zeit zu löchern. Und gleichzeitig sog ich seine düstere Stimmung auf wie ein Schwamm und versuchte krampfhaft, sie nicht auf mich übergreifen zu lassen. Ihn auch so zu akzeptieren, wie er gerade ist und sein möchte. Es ging dann schon, ich gab mir Mühe, ihn in Ruhe zu lassen und nicht zu versuchen, weiter in ihn zu dringen. Aber es wurmt mich immernoch…

Und es nervt mich, dass ich nicht weinen kann. Warum ist das denn nur so?

Ärger in der Arbeit, tolle Post (Werbung), Strickfrust und Zahnschmerzen

Liebster Blog,

da bin ich wieder. Die letzten Tage ging es irgendwie zeitlich nicht raus mit schreiben, und gestern war sowieso wieder so ein verschwendeter, überflüssiger Tag, aber dazu später…

Was war also so los? Freitag habe ich mich in der Arbeit maßlos geärgert. Ich war ja Donnerstag freiwillig da, weil die eine Kollegin krank war. Freitag hieß es dann, dass ich bis 08:30 Uhr alleine sein werde, dann käme eines der höheren Tiere von der Geschäftsleitung zu meiner Unterstützung. So weit, so gut. Ich wusste ja, was zu tun war – Bestellungen auspacken und auszeichnen. Die Kasse wurde mir Donnerstag weitestgehend gezeigt und Sträuße etc. einpacken kann ich auch. Also wurschtelte ich so vor mich hin, und fand es wirklich sehr angenehm, alles in meiner Ordnung und Geschwindigkeit erledigen zu können. Eine Bestellung für zwei Sträuße, die bis 13:00 Uhr fertig sein sollten, nahm ich telefonisch auf.

Um halb 9 kam dann eine Kundin, die gerne einen gebundenen Strauß wollte. Da Frau Oberwichtig sich aber noch nicht hatte blicken lassen, musste ich sie auf 9 Uhr vertrösten, in der Hoffnung, sie würde schon noch auftauchen.

Um 9:15 Uhr war sie immernoch nicht da, langsam wurde ich unruhig. Ich bat die Poststelle, sie ausrufen zu lassen, mit dem Ergebnis, dass sie offensichtlich noch nicht im Geschäft war.

Um 9.30 Uhr kam die Kundin zurück, und es war mir sehr unangenehm dass die Kollegin noch nicht da war, fragte sie aber trotzdem, was für ein Strauß ihr denn genau vorschwebe. Im Endeffekt wollte sie nur 3 Rosen mit etwas Grün, das bekam ich auch hin, hatte ich schon öfter gemacht. Kundin also glücklich und sogar recht verständnisvoll.

Als Frau Oberwichtig dann um 9:45 Uhr immernoch nicht aufgetaucht war, blieb mir nichts anderes übrig als die Chefin aus dem Bett zu klingeln. Sie meinte, sie kümmert sich drum.

Um 10:15 Uhr dann der Rückruf von Frau Oberwichtig persönlich: Sie sei im Büro, sie habe ’nur noch schnell‘ eine Lieferung angenommen. Innerlich kochte ich da schon vor Wut.

Um 10:30 Uhr ließ sie sich dann doch tatsächlich mal persönlich blicken: um was genau es sich denn bei der Bestellung handle und ich solle Bescheid geben wenn ich Pause machen wolle. Ich sagte ihr, dass ich nur noch schnell meine aktuelle Aufgabe erledigen würde und dann gerne Pause machen möchte. (Dabei handelte es sich um das Andrahten von noch 4 Gerbera) „Ok“, war die Antwort, und schon war sie wieder verschwunden. Ca. 5 Minuten später rief ich sie im Büro an, ich wäre jetzt bereit für die Pause. „Ja, ist in Ordnung“. Nachdem ich weitere 15 Minuten darauf gewartet hatte, dass sie kam um mich abzulösen hatte ich entgültig die Schnauze voll und ging wutentbrannt in die Pause. Und was seh ich da im Gemeinschaftsraum? Sie sitzt entspannt mit den anderen Oberchefs zusammen und quatscht -.- Naja, soll mir egal sein, dachte ich. Machte meine Pause und verschwand wieder nach unten. Gottseidank war es relativ ruhig, ich musste nur kassieren, ein paar Sträuße verpacken und fand sogar noch die Zeit, endlich diese verdreckten Regale auszuputzen – was ich mir schon seit ich im Oktober angefangen hatte zu arbeiten, vorgenommen hatte.

Um 12:30 Uhr kam Frau Oberwichtig dann daher, und fragte wieviel Uhr es sei wegen der Bestellung. „Oh, da bin ich ja schon ein bisschen spät dran“, sagte sie auf meine verkniffene Antwort. Trotzdem ließ sie es sich nicht nehmen, noch bis 12:45 Uhr mit den anderen Oberchefs zu quatschen. Hektisch kam sie dann an, ich musste noch 2x Mal ins Lager laufen um frische Blumen zu holen und dann kam auch noch ein Kunde, der einen Strauß wollte. Sie mühte sich ab und das in Schneckengeschwindigkeit.

Um 13:05 Uhr verabschiedete ich mich dann in den Feierabend und überließ sie ihrem Schicksal. Ich hoffe, sie bekam noch Ärger mit der Kundin weil die Sträuße nicht fertig waren! Und in der Geschwindigkeit und mit der ‚Professionalität‘ in der sie arbeitete, hätte ich das mindestens genauso hingekriegt. Danke für NICHTS! Ich war noch 2 Stunden danach stinksauer. Einen anderen so hängen lassen, das geht gar nicht. Und vor allem, dass sie es nicht für nötig hielt, mal anständig mit mir zu sprechen. Frechheit, sowas.

Aber zu etwas Schönem: Am Donnerstag und Samstag bekam ich tolle Post, über die ich mich riesig gefreut habe! Einmal endlich mein Nagellackadventskalender (Achtung, Werbung!):

Und am Samstag dann der tolle Kalender von Julias Lebenswelt 🙂 Danke nochmal dafür!

Außerdem widmete ich mich endlich zusammen mit Schatz meinem Papierkram. Auch suchte ich verzweifelt nach den Videos meines Australienurlaubs 2012. Das war eine ganz schöne Aktion, weil ich dafür erst meinen alten Computer vom Speicher holen und zum Laufen bringen musste. Leider alles für die Katz :(( Irgendwie sind diese Videos spurlos verschwunden, was mich wirklich sehr traurig macht.. Die Bilder sind immerhin noch da, aber die bestimmt 12 Stunden Bildmaterial sind einfach weg. Und ich habe wirklich keine Lust, nur deswegen den blöden Ex zu kontaktieren. Zumindest noch nicht.

Sonntag war dann relativ ereignislos, außer, dass ich mich ein wenig mit den Adventskalenderstrickmustern rumgeärgert habe. Die gute Frau vom Buffet hat es echt nicht drauf, anständige Anleitungen zu liefern. -.- Im Endeffekt habe ich mich dann in meiner Verzweiflung aus meinem Strickmusterbuch bedient, um die 2 Quadrate zumindest ähnlich hinzukriegen. Weiß ja niemand, das passt schon 😀 Der Stapel ist jetzt schon wieder ordentlich gewachsen :

Adventskalenderquadrate

Gestern war dann wie gesagt wieder ein total verschwendeter Tag. Irgendwie habe ich es geschafft, meinen Wecker auszustellen und doch tatsächlich bis 11:30 Uhr zu schlafen! Ich hasse es, wenn das passiert. Denn ich bin am Sonntag doch schon um 22:00 Uhr schlafen gegangen, viiiiel zu lange geschlafen! Ich fühl mich dann immer total taub, schwindlig und verwirrt. Das Wetter trägt natürlich sein Übriges dazu bei, denn richtig hell wird es ja den ganzen Tag nicht… Habe dann immerhin ein bisschen was im Haushalt getan und den restlichen Tag – von dem ja leider nicht viel übrig war, denn um 16:00 Uhr wird es ja schon wieder dunkel – mit Stricken und Hörbuch verbracht. Einfach nur nervig.

Heute bin ich dann brav mit dem Wecker um 8:30 Uhr aufgestanden und konnte mich sogar dazu durchringen, einige dringende Telefonate zu erledigen. Unter Anderem habe ich einen Zahnarzttermin vereinbart, weil mir seit ein paar Tagen mein hinterster Backenzahn wehtut. Das heißt natürlich schon wieder Panik, aber lieber zu früh als zu spät zum Arzt. Donnerstag ist nun der Termin, ich habe jetzt schon Angst… <.<

Später habe ich dann noch Fahrschule, mal sehen, wie es diesmal läuft. Bin aber eigentlich ganz positiv gestimmt, nachdem es letztes Mal ganz gut geklappt hat. Ansonsten steht noch Wohnzimmer staubsaugen und Kochen an. Morgen gehts dann wieder in die Arbeit, hoffentlich diesmal wieder mit richtigen Kollegen.

Bis Bald und alles Liebe,

shadow

Nervige Busfahrer, Nicht-Schwangerschaft, Strickblockade und andere Problemchen

Liebster Blog,

gestern hatte ich den totalen Durchhänger… Eigentlich wollte ich unbedingt schreiben, hatte den Eintrag schon im Kopf, war dann aber so gestresst dass ich es doch nicht mehr geschafft habe. 

Das hatte mehrere Gründe:

Zum einen habe ich gestern meine Tage bekommen. Insgeheim habe ich so sehr gehofft, schwanger zu sein. Scheinbar sogar mehr als es mir bis dahin klar war. Entsprechend groß war leider die Enttäuschung.

Arbeiten war eigentlich okay, nur dass eine Kollegin krank ist und die Chefin mich fragte, ob ich nicht heute auch kommen kann statt nur Freitag. In meinen Gedanken versunken sagte ich natürlich sofort ja. Aber als ich dann zu Hause war, war ich mir schon nicht mehr sicher ob diese Entscheidung richtig war und machte mich den ganzen Tag selbst wahnsinnig deswegen. Eine spontane Entscheidung, OH MEIN GOTT!! >.> Und außerdem war ja auch noch nachmittags Fahrschule angedacht…

Auf dem Heimweg von der Arbeit blaffte mich dann noch der blöde Busfahrer an, als ich ihn höflich darum bat doch die Tür vorne für mich zu öffnen als ich aussteigen wollte. „Nein, das kann ich nicht, Austieg nur hinten, steht doch überall!“ Als wenn es ihn umgebracht hätte, ein Knöpfchen mehr zu drücken. Zumal nicht mal viel los war… Hauptsache, harmlose Leute schikanieren..

Endlich zu Hause versuchte ich dann ein bisschen runter zu kommen, obwohl mich Küche und Katzenklo anschrien dass sie doch bitte dringendst gesäubert werden möchten, und das am besten sofort! Ich stellte aber auf stur und (versuchte) mir einzureden, dass ich an einem solchen Tag meine Pause verdient hätte, verschmutzte die Küche noch ein wenig mehr (damit es sich nachher auch lohnt), und kuschelte mich mit Stricksachen vor den Fernseher.

Aber auch damit wurde ich nicht wirklich glücklich, weil mein Hirn so gar nicht funktionieren wollte und ich partout dieses blöde Adventskalendermuster nicht hinbekam. Nach 3maligem Auftrennen und erneut starten (ich bin ja geduldig) war ich dann tatsächlich gerade dabei mich ein wenig zu entspannen, als mein Handy klingelte.

Der Fahrlehrer, er stehe jetzt vor meinem Haus. Ich war eigentlich sicher, dass wir unseren Termin erst für Donnerstag vereinbart hatten, aber okay, ich brauche ja die Übung.. Also schnell hochrennen, raus aus dem Jogginganzug, rein in die Straßenklamotten und ab gehts! Erstaunlicherweise war das meinem Empfinden nach die beste Fahrstunde die ich jemals hatte. Ich fühlte mich recht sicher in dem was ich tat, bis auf ein paar kleinere Patzer mit den vermaledeiten Gängen und die üblichen Rechts-Links-Aussetzer. Aber alles in allem lief es es gut fand ich. Er ist ja nie zufrieden, aber ich war danach tatsächlich ein wenig stolz auf mich. Vielleicht lag es ja daran, dass ich diesmal keine Zeit hatte, mich vor der Stunde schon verrückt zu machen wie ich es sonst immer tue. Oder langsam kommt doch ein Stück weit die Routine, von der immer alle sprechen. Wer weiß.

Als ich nach Hause kam, war es dann aber doch schon 17.30 Uhr, d.h. noch schnell irgendwas zu Essen für den hungrigen Mann herrichten – improvisierte Gnocci in Thymianbutter mit Cocktailtomaten.

Ja, und dann war der Tag für mich auch schon gelaufen, ich fühlte mich gehetzt, gestresst, enttäuscht, traurig und ärgerlich zugleich. Außerdem tat mir irgendwie alles weh von der Arbeit. Im Endeffekt bin ich dann um 19 Uhr ins Bett gegangen und hörte noch bis 21:30 Uhr Hörbuch, bis ich dann in einen – gottseidank – wenigstens traumlosen, tiefen Schlaf fiel.

Achja, das Stricken habe ich dann übrigens gelassen, weil es eh keinen Sinn gehabt hätte in meiner Verfassung. Werde versuchen, das heute Aufzuholen.

Apropos: Und heute?

Heute gehts mir wieder besser, gottseidank. Ich bin immernoch traurig dass ich nicht schwanger bin. Und heute früh schien es ganz so, als würde(n) sich die Stimmung(en) von gestern fortsetzen. Aber nein, es geht. Arbeiten hat sogar Spaß gemacht und war relativ entspannt – ich durfte die meiste Zeit kreativ sein und Gestecke anfertigen. Das hat mich sehr beruhigt, wie immer, wenn ich etwas Kreatives mache. Und ich durfte sogar etwas früher gehen als sonst. Morgen früh bin ich zwar für ein paar Stunden allein bevor ich Unterstützung bekomme, aber ich weiß, was ich zu tun habe und bin daher ganz positiv gestimmt. Überhaupt muss ich zugeben dass ich lieber allein und in meinem eigenen Rhytmus arbeite als mir ständig von jemandem dazwischenpfuschen zu lassen. Das war schon immer so.

Jedenfalls gibt mir der Stress gestern heute die Zeit, die liegengelassenen Dinge nachzuholen. Und das in meinem eigenen Tempo und ohne Stress. Und es hat auch gut getan, die Dankbarkeit für mein spontanes Einspringen von der Chefin zu spüren. Außerdem kriege ich heute Abend endlich meinen schon lange überfälligen Essie-Adventskalender (24 Türchen voller Nagellack, juhuu!!) auf den ich mich schon seit Wochen freue.

Also jetzt erstmal runterkommen, entspannt Küchenschlacht schauen, Stricken, Katzen beschmusen und später dann kochen – heute gibt es persisch: Selleriefleisch mit Safran und Reis – Küche und Katzenklo in Ordnung bringen. Und dabei das ekelhafte Sprühregenwetter ignorieren.

Alles Liebe und bis bald,

shadow