Gedankenkreise, Zeichnen und Säen.

Liebster Blog,

meine Gedanken kreisen immernoch unaufhörlich um alles Mögliche. Aber langsam gewöhne ich mich wieder dran, nicht zu arbeiten. Ich versuche, mich wieder auf meine Hobbies zu konzentrieren und war recht fleißig.

Am Montag wagte ich mich sogar raus in den Sturm zu einem kurzen Spaziergang, der dann in einem ekelhaften Hagelschauer endete -.- Aber hey, ich war draußen.

Ein Thema, das sich durchzieht, ist wieder mal die Einsamkeit aufgrund mangelnder Kontakte hier. Im Sommer wohne ich hier schon 2 Jahre, und habe weiterhin nur Bekannte durch Arbeitsstellen. Ich habe mehrmals versucht, die beiden zu erreichen, einfach nur, um mal einen Kaffee trinken zu gehen. Aber keine Reaktion. Ich weiß nicht, vielleicht liegt es an meinem unschönen Abgang von der Arbeit. Wobei das mit ihnen eigentlich nichts zu tun hatte. Finden sie mich jetzt komisch deswegen? Bin ich zu aufdringlich? Halten sie mich für verzweifelt oder irre? Was hat die Hexe über mich erzählt? Ich weiß nicht. Neue Kontakte schließen war noch nie meine Stärke. Deshalb bin ich dann auch immer so wahnsinnig unsicher.

Dazu kommt, dass ich auch noch niemanden in meinem Alter gefunden habe. Die eine Kollegin ist Anfang 20, die andere Mitte 40. Eigentlich macht mir das nichts aus, aber die Lebensthemen sind halt einfach doch verschieden. Aber was mache ich falsch, dass man mich nicht mal einer Antwort würdigt?

Das nächste sind die Träume. Ich träume wieder ständig vom Ex. Anfangs habe ich mir wieder Vorwürfe und Sorgen deswegen gemacht. So sehr, dass sogar der Verlobte gemerkt hat, dass mir etwas im Kopf rumgeht dass ich ihm nicht sage. Ich will es ihm auch nicht sagen. Das bringt niemandem von uns was. Und wenn ich mir vorstelle, wie ich mich an seiner Stelle fühlen würde, wird mir ganz schlecht.

Allerdings haben sie sich in letzter Zeit gewandelt, das Thema Hochzeit zieht sich durch. Ich versuche das als positiv zu sehen. Es ist nun mal jetzt nicht mehr lang bis dahin, und wahrscheinlich erinnert mich das einfach an damals. Es ist nur ein Verarbeitungsprozess. Das ist normal. (Hoffe ich.)


Arbeitstechnisch tut sich aber immerhin was, ich war jetzt zweimal bei dem Blumenladen im Ort Probearbeiten, und sie meinten, sie könnten es sich mit mir gut vorstellen, und sogar 450 Euro würde wahrscheinlich in Ordnung gehen. Das wäre optimal. Die Kolleginnen dort sind auch wirklich sympathisch. (Nur wieder nicht in meinem Alter -.-)

Außerdem hat sich die Rentenversicherung endlich dazu entschlossen meinen Antrag auf Erwerbsminderung zu bearbeiten (hat nur ein halbes Jahr gedauert, yay <.<). Muss jetzt nochmal zu Edeka um dort nen Wisch von denen ausfüllen zu lassen. Wäre echt geil wenn das mit der Rente klappen würde.. Allerdings fürchte ich, dass sie mich davor nochmal in irgendeine Reha-Maßnahme stecken werden. Solange es nicht auf eine Umschulung rausläuft, werde ich das dann wohl auch mitmachen müssen. Aber auf Umschulung o.ä. habe ich gar keine Lust, weil ich weiß, dass sich meine Problematik dadurch nicht verbessern wird. Aber die Mühlen mahlen ja bekanntlich langsam, also mal sehen…


Was mache ich sonst so? Ich versuche die Tage zu füllen, indem ich weiterhin meine Hobbies verfolge. Momentan habe ich das Zeichnen wieder für mich entdeckt. Ich möchte endlich lernen, Männer zu zeichnen. Das war bisher nicht so mein Ding, weil ich mit der „Kantigkeit“ der Züge nicht so klar komme. Bin mehr ein „runder Mensch“. 😀

Also versuche ich jetzt anhand von Bildern erstmal zu üben, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Learnig by doing, quasi.

Außerdem habe ich mich gestern aufgerafft, nochmal neue Sämereien anzusetzen und endlich mein cooles Balkongewächshaus aufzubauen. Bin sehr stolz dass ich das allein geschafft habe. Jetzt hoffe ich nur, dass die Petersilie, der Basilikum und Oregano darin schon überleben. Groß genug sind sie eigentlich, aber das Wetter ist doch noch recht frisch…

Außerdem habe neu ausgesäht: Erdbeeren – der zweite Versuch, nachdem sie beim ersten Mal gar nicht aufgangen sind -, Rucola, Tomaten – der zweite Versuch, nachdem die eine Sorte irgendwie recht schwächlich wirkt und Elfenspiegel (wunderhübsche kleine Blümchen). Mal sehen, wie die Babys sich entwickeln.

Achja, und meine Brautschuhe habe ich auch endlich erfolgreich gepimpt:

Ich habe noch Ballerinas mit Blockabsatz zusätzlich. Aber mit dem Verlobten habe ich mich geeinigt, dass wir erstmal beide Chucks tragen. Ganz auf Glitzer wollte ich dann aber doch nicht verzichten 😀

So fließen die Tage so dahin. Ich höre wieder viel Hörbuch: Das Geheimnis der großen Schwerter von Tad Williams. Habe lange gesucht, um ein gutes Fantasybuch zu finden, von dem ich auch länger was habe. Dann fiel mir ein, dass ich vom selben Autor schon die Otherland-Tetralogie gelesen hatte, die mir echt gut gefallen hat. Obwohl der Anfang ein bisschen zäh war – das hat der liebe Tad irgendwie so an sich – hat sich das Durchbeißen gelohnt. Bin jetzt fast fertig mit dem ersten Buch (36 Stunden) und es ist wirklich toll. Es gibt mindestens noch 2 weitere in der Reihe plus einige Spin-Offs. Bin also eine Weile beschäftigt. Und das Gute an einem Hörbuch im Gegensatz zu „Offline-Lesen“ ist, dass man derweil auch noch viele andere Dinge tun kann.

Bis Bald und alles Liebe,

shadow

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Where is my mind?

Das frage ich mich tatsächlich. Mir träumte heute von blühenden Wiesen, das Sitzen auf grünem, weichem Gras an einem wunderschönen Bach. Vögel sagen, das Wasser rauschte, Bienen summten. Ich vermisse den Sommer.

Dann ertappte ich mich vorhin dabei, wie ich das Facebookprofil vom Ex stalkte. Er hat nichts gelöscht. Keine gemeinsamen Fotos, Aktivitiäten etc. Und seitdem nur einen (!) anderen Post gemacht. Was bedeutet das? Bereut er? Denkt er gerne zurück?

Gestern bekam ich im Traum eine Hochzeitseinladung von ihm und seiner „Neuen“. Dann startete das Rennen, wer heiratet zuerst?! Wer wird schöner aussehen, Sie oder ich?

Seitdem frage ich mich ständig, ob er noch mit Ihr zusammen ist? Wohnen sie zusammen? Denkt er manchmal noch an mich? Offensichtlich, wenn ich mir sein Profil so anschaue. Was würde passieren, wenn wir nochmal zusammentreffen? Wie würde ich mich fühlen?

Ich habe definitv schon wieder zu viel Zeit zum Nachdenken. Verliere mich wieder in Fantasien und Grübeltiraden. Ich versuche schon, mir jeden Tag Aufgaben zu stellen, trotzdem vermögen sie den Tag nicht zu füllen. So my mind slips away.

Geburtstag.

Liebster Blog,

es ist soweit: Ich bin 30. Gestern war mein Geburtstag und ich weiß immernoch nicht so richtig, wie ich damit umgehen soll. Immer konnte ich heute morgen mit Erleichterung feststellen, dass ich keinen Stempel auf der Stirn habe.

Ich war mir bis zuletzt nicht sicher, ob ich überhaupt feiern möchte. Eigentlich hatte ich es von meiner 3. Führerscheinprüfung am Freitag abhängig gemacht.. Durch die ich leider erneut gerasselt bin. -.- Die Enttäuschung und die Wut auf mich selber waren/sind riesig. Diesmal war es immerhin nur ein „kleiner“ Fehler und der neue Fahrlehrer hat mich danach auch nicht zur Sau gemacht wie es der Alte getan hätte.

Es ist halt vor allem auch eine Frage des Geldes, jedes mal 250 Euro sind dafür fällig, plus die Fahrstunden die ich dazwischen noch nehmen muss. Mein Angespartes war leider schon vor dem ersten Versuch aufgebraucht, dh der Verlobte kommt für all das auf. Was mein schlechtes Gewissen nur noch größer macht. Vor allem, weil ich ja jetzt nicht mal mehr einen Job habe.

Frustriert sagte ich also am Freitag den Kaffee am Sonntag ab. Abends hat mich der Verlobte dann doch überredet – nachdem er mich getröstet hatte. Im Nachhinein würde ich es nur bereuen, wenn ich mich jetzt selbst bestrafe. Und das mit der großen 3 würde ich schon überleben.

Also sagte ich den Kaffee wieder an. Und was soll ich sagen? Ich habs tatsächlich überlebt. Und ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Sonst hätte ich mich nur den ganzen Tag in Selbstmitleid gesuhlt. Schwiegereltern, Mama und ihr Freund und spontan auch die jüngere Schwester waren da, und es war wirklich schön. Und ich habe alle im Vorhinein gut abgerichtet, niemand wagte es, das böse D-Wort in den Mund zu nehmen. Mir wurde einhellig zum 29. + 1 gratuliert. Dann drehte sich das Thema um Rente, was mich dann doch ein wenig beruhigt hat, denn so weit bin ich immerhin noch nicht.

Und jetzt? Jetzt bin ich offiziell und so richtig erwachsen. Ein sehr komisches Gefühl. Heute Nacht träumte ich, dass mein Körper Stück für Stück auseinanderfällt. Meine Fingernägel lösten sich ab (Igitt!!), meine Zähne verfärbten sich und ich fühlte mich alt und gebrechlich. Und dann stellte ich plötzlich fest, dass ich irgendwie noch Teile meiner festen Zahnspange im Mund hatte.. Ganz seltsam.

Ja, ich habe mittlerweile leider eine Menge weiße Haare. So viele, dass es sich nicht mehr lohnt, sie auszurupfen. Und die strahlen auch noch schön raus aus meinem ansonsten fast schwarzen Schopf -.- Und ich bekomme erste Falten auf der Stirn. Der Verlobte war so nett, mich darauf hinzuweisen. Die Brüste sind schon eine Etage tiefer gewandert. Wenn ich Fotos von vor 10 Jahren anschaue, sehe ich irgenwie verbrauchter aus. Aber woran das genau liegt, kann ich nicht sagen. Ich WILL nicht alt werden *heul*

Ich könnte mich jetzt noch stundenlang in Selbstmitleid ergehen und über all die diversen neuen Zipperlein jammern, die ich habe. Aber ich reiße mich jetzt zusammen.

Positiv ist: Ich bin fast da, wo ich mir vorgestellt habe, mit 30 zu sein. Ich habe einen tollen Mann, den ich bald heiraten werde. Ich wohne in einem schönen Haus. Ein Baby ist in Planung. Und: keiner, der mich neu kennenlernt, glaubt mir, dass ich 30 bin. Meistens werde ich auf 23/24 geschätzt, was wahrscheinlich an meiner ruhigen Art und den Pickeln, die mich wohl ein Leben lang begleiten werden (danke an dieser Stelle, liebe Akne -.-) liegt. Lustigerweise werde ich mit MakeUp älter geschätzt als ohne. Da ich aber selten wirklich welches trage, passiert das eher selten. Und nachdem der erwähnte Stempel sich gottseidank nicht auf meiner Stirn eingebrannt hat, sollte eigentlich alles gut sein.

Eigentlich. Uneigentlich fühle ich mich alt. Ständig hab ich irgendwelche neuen Beschwerden, die früher nicht da waren. Ich friere seit neuestem an Hand- und Fußgelenken. Ich kann nicht mehr alles essen, ohne Sodbrennen oder Bauchkrämpfe oder Durchfall oder Verstopfung zu kriegen. Von Alkohol ganz zu schweigen.

Seit ein paar Wochen habe ich überhaupt keinen Appetit mehr. Und Abends habe ich oft einen total salzigen Geschmack im Mund und ich weiß nicht woher.

Alles in Allem bin ich sicher, ich werde bald abkratzen. Dr. Google sagt ich habe mindestens Leukämie, einen Gehirntumor und eklatanten Vitamin Mangel. The best die young. Leider zu spät für mich, denn ich bin nun offiziell ALT.

Arbeit ist nicht das Wichtigste im Leben. Intensive Hobby-Auslebung.

Liebster Blog,

natürlich bin ich wieder nicht schwanger. 5 Monate versuchen wir es nun schon, aber irgenwie will es nicht klappen. Ich spiele schon mit dem Gedanken mich nochmal von der Frauenärztin durchchecken zu lassen. Allerdings fürchte ich, dass das dem Ganzen zu viel Gewicht und Druck geben könnte. Und beim letzten Check-Up im November war ja alles in Ordnung. Außerdem haben wir gelesen, dass die Hormonumstellung bei der Frau bis zu einem Jahr dauern kann. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich seit 16 Jahren hormonell verhütet habe… Ich habe auch extra nochmal nachgelesen, ob die Medikamente vom Verlobten (er hat Morbus Crohn) sich auf die Fruchtbarkeit auswirken können, was nicht der Fall ist. Es heißt also leider weitermachen und abwarten. Und versuchen, sich nicht reinzusteigern.


Das mit der Arbeit hat sich dann doch recht schnell erledigt. Ich habe bei meiner Krankschreibung einen Zettel mit meinen Urlaubswünschen mitgeschickt, da die Hexe mich am Samstag davor angewiesen hatte, diese am Montag mitzuteilen. Dienstag, als die Krankschreibung ankam, kam von ihr wieder eine total unverschämte Nachricht in die WhatsAppGruppe (!!) was dass soll, das wäre keineswegs mit ihr abgesprochen gewesen. Einen Moment lang verfiel ich in mein altes Muster und versuchte mich zu rechtfertigen. Doch dann kochte plötzlich die Wut mit einer Heftigkeit in mir hoch, wie ich es normalerweise nicht von mir kenne. Was bildet sich diese Kuh eigentlich ein?! Wie kann sie es wagen, mich dauernd vor den anderen bloßzustellen? Sich selbst im besten Licht darzustellen während sie mich perfide rauszuekeln versucht? Schließlich war meine Einteilung für die Obstabteilung ja nichts anderes als Schikane? Um mich wieder mal als den letzten Vollidiot dastehen zu lassen?

Ich war so stinksauer, dass ich sofort den Chef anrief und ihm mitteilte, er brauche meinen Vertrag gar nicht erst zu verlängern. So, wie ich von der Hexe behandelt wurde, lege ich keinen Wert mehr darauf, weiter dort zu arbeiten. Ich hätte es versucht – aber ich muss mich so auf keinen Fall behandeln lassen. Das war auch kein großes Problem, er meinte nur „schade und alles Gute“ und damit war die Sache erledigt. Ich hoffe sehr, dass er evtl Konsequenzen daraus zieht und mal über seine tolle Mitarbeiterin nachdenkt.

Dann schickte ich eine saftige Sprachnachricht in die Gruppe, dass sie sich gar nicht weiter damit befassen brauche, ich hätte alles versucht: buckeln, reinhängen, runterschlucken. Aber genug ist genug. Ich habe es nicht nötig, mich wie den letzten Depp behandeln zu lassen und ich hätte noch nie so eine blöde Chefin gehabt. Viel Spaß ohne mich, mein Vertrag ist beendet.

Damit trat ich aus der Gruppe aus und fühlte mich sehr zufrieden. Ein paar Stunden später kam dann von ihr nochmal eine private Nachricht (wow!) von wegen üble Nachrede und was mir einfalle, sie vor allen anderen zu beleidigen. Und sie habe ja auch viel gelernt durch die Zusammenarbeit mit mir, blabla.. Ich schrieb dann nur zurück, dass es aber von ihrer Seite okay sei, mich wie einen Idiot vor den anderen zu darzustellen und dass ich ihr viel Spaß dabei wünsche, wenn sie nun ohne mich klarkommen muss.

Das wars. Aus Punkt Schluss. Nummer gelöscht, Gruppe gelöscht, Meinung gesagt, vorbei.

Eigentlich fühle ich mich gut mit meiner Entscheidung, und ich weiß, dass sie richtig war. Nur dieses verhasste Gefühl der Veränderung begleitete mich noch die restliche Woche. Dieses „Nie-mehr-Gefühl“. Nie mehr dort zur Arbeit fahren. Nie mehr dort mit den Kollegen quatschen. Aber das war glaube ich nur der übliche Nachhall. Das Gefühl, aus der Routine, die ich doch so sehr brauche, rausgerissen zu werden. Mittlerweile hat sich das wieder gelegt. Gestern habe ich noch schnell meine restlichen Sachen abgeholt, sie dabei konsequent ignoriert und mir ins Fäustchen gelacht, weil sie jetzt erstmal in Arbeit ersaufen wird und das ist ihre eigene Schuld.


Aber das Leben geht ja immer irgendwie weiter. Montag war ich schon Probearbeiten in dem anderen Blumenladen hier ums Eck und es war durchweg positiv. Sie schienen auch mit mir zufrieden, meine zukünftige Hauptkollegin gab mir ihren Segen, sie melden sich bei mir. Wird schon alles.

Nun zu den positiven Dingen:

Der Beautytag war wunderbar, und das beste war, dass wir ungefähr die einzigen in dem gesamten Spa-Bereich waren. Außer uns waren den ganzen Tag über nur 6 weitere Personen da. Sehr entspannend. Hier ein paar Impressionen:

Außerdem sprießen meine Sämereien ganz wunderbar:

Jeden Tag wenn ich morgens aufstehe, gehe ich erstmal kucken und freue mich an jedem noch so kleinen Pflänzchen 🙂 Bald folgen noch Elfenspiegel (ganz entzückende Blümchen) und Pflücksalatmischung, für die war es noch ein wenig zu früh.

Und gestern hat mich spontan die Muse gepackt, und ich habe mit einem neuen Zeichenprojekt begonnen: Ich möchte alle Katzen als Menschen darstellen. Die Idee geht mir schon länger im Kopf herum, und gestern hab ich einfach mal spontan gestartet. Die erste ist Siri, unsere kleine freche Maus. Die jüngste im Bunde, jetzt 2 Jahre alt und total verrückt. Das war jetz mal der erste Versuch:

Allerdings muss ich gestehen, dass der Verlobte recht hat, die Augen kommen fast zu wenig raus, denn die sind ja das frechste an ihr, vor allem mit dem Fleck im rechten. Und die Nase könnte spitzer sein. Ich denke, ich werde erstmal dieses colorieren und dann vielleicht einen zweiten Versuch starten. Für die Anderen habe ich auch schon grobe Ideen im Kopf. Aber nur weil man es im Kopf hat, ist es nicht so einfach, dies dann auch den Vorstellungen entsprechend aufs Papier zu bringen. Denn ich bin trotz allem kein Picasso Michelangelo.

Überhaupt bin ich gerade stolz auf mich, denn wenn ich so auf meine Lebensgestaltung momentan schaue, finde ich, das ich grade alles gut im Griff habe. Ich widme mich intensiv meinen verschiedenen Hobbies, was keine Selbstverständlichkeit ist. Ich nehme mir Zeit für mich und tue mir Gutes. Klar habe ich mal Durchhänger, an denen gar nichts geht. Aber im Großen und Ganzen gestalte ich mein Leben gerade gut.

Bis Bald!

Hoffnungen und Zukunftsprognosen

Liebster Blog,

mir ist übel. Und da ist ein ganz neues Gefühl: Ich hoffe, dass ich mich erbrechen muss. Denn das wäre ein ganz eindeutiges Zeichen. Komisch, auf was für Gedanken man so kommt. Ich fühle mich nach wie vor dünnhäutig wie schon lange nicht mehr und mir ist übel, ich habe Rückenschmerzen und ich bin müde. Wenn ich so in mich hineinhöre, bin ich mir fast sicher dass es endlich geklappt hat.. Am liebsten würde ich sofort losrennen und mir einen Test kaufen. Aber ich habe Angst, dass ich dann nur wieder maßlos enttäuscht bin. Mal sehen, ob ich es aushalte noch bis nächste Woche zu warten. Spätestens Samstag sollte ich meine Tage kriegen…

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Mamas Rat war eigentlich nicht nötig, hat mir aber dennoch geholfen. Sie hatte Recht, eigentlich habe ich mir die Antwort schon selber gegeben. Ich kann nicht standhalten. Natürlich nicht. Sie sagte, ich solle mich doch endlich selbst so akzeptieren wie ich bin. Und sie hat Recht. Es fällt nur immer wieder so unglaublich schwer. Wenn man doch will, aber einfach nicht kann. 

Bin jetzt diese Woche krankgeschrieben. Und ich habe gestern sogar schon in dem anderen Blumenladen hier im Ort nachgefragt, ob sie nicht jemanden brauchen könnten. Sie bräuchten jemanden für 2 Samstage im Monat, was für mich in Ordnung wäre. Sie besprechen das intern nochmal und geben dann Bescheid.

Außerdem habe ich mir meinen Arbeitsvertrag nochmal genauer angeschaut, weil ich etwas über die Kündigunsfrist wissen wollte. Dabei stellte ich fest, dass der zum 28.02. automatisch ausläuft, „ohne dass es einer Kündigung bedarf“. Wow, hätte ich mal früher lesen sollen. Jetzt weiß ich auch, was die Hexe mit „Es geht um Vertragsverlängerung“ meinte. Das verändert die Situation natürlich erheblich. Unter den momentanen Umständen kann ich davon ausgehen, nicht verlängert zu werden. Was mir aber eigentlich nur recht sein kann. Vor allem, sollte ich jetzt wirklich schwanger sein.

Jetzt ist natürlich die Überlegung, ob ich heute nochmal anrufe und den Chef frage, was da im Busch ist, oder nicht. Aber eigentlich war ja der Sinn der Krankschreibung, dass ich erstmal den Kopf frei bekommen kann von dem Mist.

Heute Abend kommen meine Schwestern, morgen haben wir den Termin für unseren exklusiven Beautytag im 5-Sterne-Hotel 🙂 Sie bleiben bis Freitag Nachmittag, und wir testen schonmal mein Hochzeitsmakeup und machen noch die restlichen Besorgungen dafür. Ich freu mich drauf.

Ich weiß nur wieder nicht, ob mir diese Sache dann nicht doch wieder wie ein böses Omen im Nacken sitzt, wenn ich jetzt nicht nachfrage… Hach, wär das schön, mal irgendwas zu wissen.

Einfach mal Entscheidungen treffen zu können, ohne sich vorher den Kopf zu zerbrechen und alles zerdenken zu müssen.

Zustände



Liebster Blog,


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heute ist mal wieder alles zu viel. Ich fühle mich schon seit letzter Woche komisch. Ich bin superempfindlich, habe Rückenschmerzen, keinen Appetit und meine Haut im Gesicht eskaliert mit Pickeln. Ich versuche mir einzureden, dass es nur verfrühte PMS ist, weil ich Ende dieser Woche meine Tage kriegen sollte – wenn sich denn mein Zyklus jetzt endlich normalisiert hat. Klar ist da wieder die kleine Stimme in meinem Kopf, die leise hofft dass es diesmal vielleicht geklappt hat. Aber ich versuche sie zum Schweigen zu bringen.

Erstmal ist zu sagen, dass die Sache mit meinem Vater erstaunlich gut gelaufen ist. Er war überraschend erwachsen und verständnisvoll, hat begeistert zugesagt, zur Hochzeit zu kommen und scheinbar wirklich verstanden, warum er nicht mit zur Feier kommen soll.

Dafür eskaliert die Situation in der Arbeit gerade. Ich hatte ja gehofft, dass sich mein Einsatz gelohnt hat und nun alles gut wird. Aber das wäre natürlich viel zu einfach gewesen. So funktioniert mein Leben nicht. Samstag morgen musste ich feststellen, dass über meinen Kopf hinweg entschieden wurde dass ich den Tag an der Kasse verbringe. Davon war ich schon nur mäßig begeistert, weil ich ja nur einmal die Schulung hatte, und dann auch noch samstags das erste Mal komplett kassieren soll, wo die Hölle los ist. Ich warnte die Kollegen dementsprechend vor, und es war auch wirklich nicht einfach. Ich war recht langsam weil ich natürlich die ganzen Nummern von Obst und Gemüse nicht auswendig kann und ich habe mich ein paar Mal auch vertippt, worauf alle genervt reagierten. Übrigens auch vorher, wo ich Obst und Gemüse ausräumen sollte – wovon ich ebenfalls keine Ahnung habe. Nur eine der Kolleginnen erklärte mir ein bisschen was, die anderen waren einfach nur gestresst und gaben patzige Antworten auf meine Fragen. Außerdem kam die blöde Blumenshop-Chefin auf mich zu. Ob mir der Job keinen Spaß machen würde. Ich war ziemlich perplex und antwortete natürlich mit doch, natürlich. Ich hätte am Mittwoch wohl ein paar Kräuter vergessen auszuzeichnen, was sie dann übernehmen musste und außerdem habe ich die Primeln ohne Vlies darunter auf die Palette gestellt. Sie hätte keine Lust, mir nachzuarbeiten und es ginge ja auch um Vertragsverlängerung. Im ersten Moment war ich zerknirscht, und als ich mich dann an die Kasse setzte, war ich kurz vorm Heulen.

Später dann zu Hause dachte ich nochmal darüber nach, und ich bin mir sicher, ich habe maximal 5 der Kräuter nicht ausgezeichnet, dafür aber den kompletten 5-Etagigen Wagen mit einzelnen Töpfen. Das mit dem Vlies stimmt, das lag aber daran, dass sie mir das noch 5 Minuten vor Feierabend aufgedrückt hatte. Soooo schrecklich war das also nicht, und schon gar nicht im Vergleich zur Azubine, die bis kürzlich auch im Blumenshop war, der man IMMER alles nachräumen musste und die aus purer Faulheit Sachen einfach stehen ließ.

Kurz bevor ich ging, stellte ich fest dass sie mich für diese Woche Donnerstagnachmittag eingetragen hatte, obwohl ich ihr schon vor 2 Wochen gesagt habe dass ich nur Montag, Dienstag und Mittwoch Vormittag arbeiten kann. Sie reagierte auch hierauf genervt. Am Nachmittag schrieb sie mir dann, dass ich Montag und Dienstag in der Obstabteilung eingeteilt bin.

Resumé: DAS ist jetzt ihre Rache, ihre Schikane, mit der ich ja eigentlich schon gerechnet habe. Jetzt geht genau das los, was ich befürchtet hatte: Sie versucht mich jetzt diffiziel rauszuekeln. Sie teilt mich absichtlich jetzt in der Obstabteilung ein, um zu beweisen, dass ich nichts kann, jetzt, wo ich im Blumenladen endlich eingearbeitet bin. Damit sie ein Argument vor dem Chef hat. Diese Hexe.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, das jetzt diese Woche durchzuziehen und meinen Dienstplan für nächste Woche abzuwarten – vielleicht, ganz vielleicht war war das ja doch nur eine Notlösung weil sie meine Ansage von vor 2 Wochen nicht kapiert hat. Aber ich habe so ein Bauchgefühl und nach dem, was mir die Lieblingskollegin schon so alles über sie erzählt hat, glaube ich das nicht. Ich will das nicht mit mir machen lassen. Am liebsten würde ich jetzt sofort alles hinschmeißen und kündigen.


Gestern waren der Verlobte und ich mehr oder weniger spontan meine Großeltern in der alten Heimat besuchen. Sie – vor allem die Oma – haben sich darüber sehr gefreut. Opa ist dement und baut leider immer mehr ab. Eigentlich war es ein schöner Tag, wir haben viel gequatscht, Opa hat 20Mal dasselbe erzählt – wie immer – und ist dann irgendwann am Kaffeetisch eingenickt. Alles wie immer.

Bis das Thema auf meinen Vater kam. Das ist, wie gesagt, ein sehr kritisches, und meine Oma packte plötzlich ganz alte Geschichten über meine frühe Kindheit aus. Ich möchte sie jetzt nicht wiederholen, weil ich Angst habe, dass mich das noch mehr reinreißt. Jedenfalls war ich bis 3 Jahre nicht besonders glücklich und war sehr viel am Weinen. Sie meint, das wäre die Wurzel meiner Krankheit – womit sie durchaus recht haben könnte. Wahrscheinlich ist das auch das Trauma, das meine alte Therapeutin immer versuchte zu finden. Es hat mich jedenfalls sehr mitgenommen, und fast hätte ich angefangen zu weinen, wie ich mir mich selbst, das ewig weinende, ungehörte Kleinkind vorstellte. Bewusste Erinnerungen habe ich daran nicht. Was mich auch nicht wundert, denn im schlimme Erinnerungen verdrängen war ich schon immer ein Meister. Und auch im Runterschlucken.

Auf dem Heimweg besprach ich dann die Zusammenhänge noch ausführlich mit dem Verlobten, der sich schwer tut, meine Nicht-Beziehung zu meinem Vater nachzuvollziehen, weil ich mich selbst nicht erinnern kann an die wirklich schlimmen Dinge, und es deshalb auch nicht erklären kann.

Das war ein Fehler. Einerseits wäre es wahrscheinlich schon gut, das doch nochmal aufzuarbeiten und mehr rauszufinden. Vielleicht würde mir das helfen, mich selbst besser zu verstehen. Aber nur im Rahmen einer Therapie. So, allein, löst das nur schlimme Ängste und Gefühle in mir aus, mit denen ich nicht umgehen kann. Und das nun, wo ich doch sowieso schon so furchtbar empfindlich bin im Moment.

Tja, und das Ende vom Lied ist, dass ich es heute nicht geschafft habe, in die Arbeit zu gehen und zu funktionieren.

Ich konnte natürlich gestern ewig nicht einschlafen, obwohl ich schon vorsorglich eine Baldriantablette genommen habe. In meinem Kopf drehte sich alles und ich steigerte mich natürlich unendlich in meine Ängste hinein. Ich habs einfach nicht geschafft. Und wieder das Gefühl, ich hätte doch müssen.

Schon allein, um der Hexe zu beweisen, dass sie mich nicht kleinkriegt. So habe ich ihr natürlich nur in die Hände gespielt. Aber mir fehlt die Kraft, und der alte Vermeidungsmechanis ist angesprungen. Wieder die Frage an mich selbst? Ist das okay? Soll ich akzeptieren, dass ich nunmal nicht bin wie andere, die Kraft nicht besitze, standzuhalten? Oder habe ich mich „hinter meiner Krankheit versteckt“ (wie sehr ich diesen Satz hasse!) und den einfachen Weg gewählt?

Der Verlobte zeigte natürlich null Verständnis. Wenn es um innere Stärke geht, kann er nicht aus seiner Haut und verstehen.

Ich weiß es nicht. Und ich weiß auch nicht, ob es richtig ist, morgen auch nicht zu kommen. Oder ob ich versuchen soll, mich zu zwingen. Obwohl mir eigentlich klar ist, dass es mir nicht besser als gestern ergehen wird. Wenn ich jetzt sage, ich komme morgen und den Kampf wieder verliere, kommt das doch noch bescheidener rüber als wenn ich gleich absage?!

Ich glaube, ich brauche Rat. Ich muss mit meiner Mutter sprechen. Obwohl ich Angst habe, dass sie sich dann wieder übertriebene Sorgen macht. Meistens reagiert sie allerdings in letzter Zeit immer genauso, wie ich es in dem Moment nicht von ihr erwarte.

Und die Kindheitssache ist jetzt fehl am Platz. Das muss jetzt erstmal ruhen. Ich muss jetzt in der Gegenwart bleiben. Ich schaff das.

Verzweiflungstag

Liebster Blog,

heute ist ein blöder Tag. Mir ist danach, mich auf der Couch einzurollen, mich mit hirnlosem Fernsehen abzulenken und nicht zu denken. Das liegt zum einen daran, dass ich mich endlich überwunden habe, meinen Vater zur Hochzeit einzuladen und das ist natürlich nicht so gelaufen wie ich es mir vorgestellt habe.

Unser Verhältnis ist nicht besonders gut. Wir reden nicht miteinander – zumindest nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss – und schon gar nicht, über DIE Dinge, über die wir reden müssten. Er wollte mich von Anfang an nicht haben, meine Mutter hat ihn damals einfach übergangen und mich bekommen. Das und ein riesiger Streit mit der Familie mütterlicherseits hat sich dann vor allem in meiner Jugend niedergeschlagen, wo unsere von Anfang an verkorkste Beziehung komplett kaputt ging. Es gab immer Streit, Vorwürfe, Misstrauen etc. Dann noch Unverständnis als meine Krankheit ausbrach usw und so fort. Das alles jetzt im Detail zu erklären wäre zu viel. Fest steht, dass wir eigentlich gar keine Beziehung zu einander haben und das, was ich von ihm weiß, bekommen ich und er höchstens über meine Schwestern mit. Die Mittlere ist die einzige, die nach wie vor mehr oder weniger guten Kontakt zu ihm pflegt, und das auch nur, weil die beiden von Anfang an die beste Beziehung zueinander hatten. Sie sehen sich nicht nur am ähnlichsten, sie sind es auch vom Gemüt. Was meiner armen Schwester immer wieder Schwierigkeiten einbringt, weil sie sich mit ihm vergleichen lassen muss.

Der Rest der Familie hat sich mittlerweile schon seit Jahren von ihm abgewandt, spätestens seit der offiziellen Scheidung vor ich glaube mittlerweile 6 Jahren.

Eigentlich wäre es mir am liebsten, ihn gar nicht einladen zu müssen. Aber der Anstand gebietet es wohl, und außerdem hat er laut Hörensagen auch schon irgendwelche leeren Drohungen ausgestoßen, von wegen „wehe, wenn ich nicht eingeladen werde…“ Zu mir persönlich würde er sowas bestimmt niemals sagen. Ich habe den Eindruck, dass er irgendwie Angst vor mir hat, gleichzeitig Interesse heuchelt und mir dann nie zuhört.

Jedenfalls habe ich es jetzt hinter mich gebracht. Ich habe ihn angerufen, und versucht ihm zu sagen, dass er zur standesamtlichen Trauung kommen kann, danach aber ausgeladen ist weil die Gesellschaft zu 80 Prozent aus der Familie meiner Mutter besteht, von denen keiner etwas mit ihm zu tun haben will und umgekehrt. Ich glaube nicht, dass die Botschaft wirklich angekommen ist. Irgendwie können wir nicht miteinander kommunizieren. Es ist, als stünde das ganze Unausgesprochene wie eine Mauer zwischen uns, und es kommt einfach nichts durch. Ich verhaspelte mich 3 Mal, und das Endergebnis war, dass er mich nicht verstanden hat. Ich brauchte erstmal den Rat meiner Mutter, und habe ihm jetzt nochmal geschrieben, um das klar zu stellen. Auf seine Reaktion bin ich gespannt und habe gleichzeitig Angst davor. Wie gesagt, eigentlich wäre es mir lieber, wenn er gar nicht kommen würde. Aber er hat mehrmals betont, dass er auf jeden Fall kommt. *seufz* Ach Mann, warum muss das immer alles so kompliziert sein?

Dann hatte ich noch eine Menge unangenehme Post im Briefkasten. Die Krankenversicherung will schon wieder ihren Beitrag, den ich nicht bezahlen kann. Ich war schon letzten Monat im Verzug, habe die 200 Euro Anfang des Monats beglichen, mit dem Ergebnis, dass ich kein Geld mehr hatte für den aktuellen.

Die Rentenversicherung hat endlich auf meinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente reagiert und möchte dass meine Psychiaterin einen aktuellen Fragebogen beantwortet, der bis 27.02. rausgehen soll. Das Problem ist, dass diese Psychiaterin eine inkompetente blöde Kuh ist, die mir schon nicht helfen wollte, als ich den Antrag gestellt habe. Und außerdem musste ich feststellen, dass sie noch bis Montag gar nicht da ist -.-

Die KfW hat meinen Antrag auf Stundung meiner BaFög-Rückzahlung von der angefangenen und abgebrochenen Erzieherausbildung zugestimmt, mit der Warnung, dass die Zahlung maximal 5 Jahre verzögert werden darf.

Ich möchte die Decke über den Kopf ziehen und in Frieden sterben. >.< Was soll ich nur machen mit diesen Geldproblemen? Ich bekomme gerade mal 385 Euro Gehalt im Monat. Der Verlobte unterstützt mich zwar schon lange, wenn irgendwas ansteht, aber die dämliche Fahrschule muss er jetzt auch noch bezahlen weil mein dafür Angespartes dahin ist. Das ist viel Geld, wir haben noch die Kosten für die Hochzeit – dafür haben wir gottseidank das Geld größtenteils zusammen. Aber kann ich ihn wirklich bitten, jetzt auch noch meine Krankenkasse zu bezahlen? Und selbst wenn, kann ich nur die Verzugszahlung machen und bin dann vom normalen Beitrag schon wieder pleite. Ich fühle mich schlecht und schuldig.

Und jetzt bekomme ich auch noch Kopfschmerzen von dem ganzen Mist, toll. Und mein Sch..Unterbewusstsein quält mich weiterhin mit fiesen Alpträumen. Ich gehöre nicht dazu, ich kann nicht sprechen, niemand hört mich, ich bin ständig mit jedem zusammen nur nicht mit dem Verlobten, der Ex winkt aus der Vergangenheit dass wir jetzt endlich doch heiraten…

Ich platze noch.

Aber hey, wenigstens habe ich gelernt, dass mein Briefkasten schreiben kann:

Und meine Sämereien gehen endlich auf! 🙂

Tja, und was fange ich jetzt an mit diesem schrecklichen Tag? Verkriechen und nichts tun außer mir selbst Leid, oder raffe ich mich doch noch auf staubzusagen und Blumen umzutopfen?

Ich weiß es nicht.